Rauhnachtwanderung besucht die Weiße Mühle

Zur 4. Laternenwanderung in der Rauhnacht hatte der Freundeskreis der Kartause Estenfeld e. V. am 05. Januar 2017 eingeladen.

Prior Schmal mit Peter Pospiech und Pfarrer Joachim Bayer

Prior Schmal mit Peter Pospiech und Pfarrer Joachim Bayer

Beim einstündigen Rundgang durch den historischen Ortskern erzählte der „Prior“ der Kartause Estenfeld, „Johann Baptist Schmal“, alias Apotheker Benedikt Koch, „Gschichtli“ und Geschichte aus Estenfeld.

In diesem Jahr führte die Wanderungen zu den Banken von Estenfeld, zum Feuerwehrhaus, der Grundschule, zum Sängerheim und zur Weißen Mühle.

Am Gemeindeparkplatz begrüßte der „Prior Schmal“ Groß und Klein Er hob die Besonderheit der Rauhnächte zwischen Weihnachten und Heilige-Drei-Könige hervor. In diesen Nächten ziehen pelzige Dämonen umher, früher wurden Ställe mit Weihrauch beräuchert, um diese zu vertreiben.

Die erste Station der Wanderung war das Bankenviertel in der Riemenschneiderstraße, wo sich heute die Raiffeisenbank und die Sparkassen-Filiale befinden. Mit der Idee des Darlehenskassenvereins durch Friedrich Wilhelm Raiffeisen wurde in Estenfeld am 02.12.1894 der Spar- und Darlehensverein Estenfeld durch Lehrer Emil Köbert in Estenfeld gegründet. Heute befindet sich das Stammhaus der Raiffeisenbank Estenfeld Bergtheim e.G. neben der Sparkassen-Filiale.

In der Nachbarschaft liegt das Feuerwehrgerätehaus, mit dem Motto „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr!“ wurde die erste Feuerspritze 1823 in Estenfeld angeschafft und die Freiwillige Feuerwehr Estenfeld geründet. Am Feuerwehrgerätehaus stellte Prior Schmal die technische Ausrüstung der 60 Feuerwehrkameraden vor, die von den Kommandanten Konrad Hasch und Julian Koppenhöhl angeführt werden.

Eine weitere Station war die Grundschule, das Schulwesen wurde mit den ersten Aufzeichnungen aus dem Jahre 1518 und der Erwähnung eines Schulhauses an der Kirche aus dem Jahre 1586 schon im Mittelalter etabliert. Das alte Schulhaus wurde 1873 vor der Schäferei „an der Rittergasse“ errichtet und ist heute das Rathaus von Estenfeld. Im Jahre 1969 wurde die Verbandsschule Kürnachtal mit der Grund- und Hauptschule gebaut.

Am Kreisverkehr am Seniorenzenturm gab es dann einen Überblick über die frühe Besiedelung. Es wurden verschieden Funde von der letzte Eiszeit bis in die Hallstattzeit 400 v Chr in Estenfeld entdeckt. Aufgrund der vielen Fundstellen geht man davon aus, dass die Besiedlung durch das sog. „Wanderbauerntum“ erfolgte. Die Flächen wurden wegen Nährstoffverarmung aufgegeben und an einer neuen Stelle bearbeitet. Die zahlreichen Grabhügeln im Kapellenholz und die Funde bei Baumaßnahmen bezeugen die reiche Frühgeschichte.

Die Geschichte der Weißen Mühle

Die Geschichte der Weißen Mühle

Die Weiße Mühle ist seit 1144 als Lehen des Bürgerspitals als Seemühle bekannt. 1602 kaufte die Kartause Engelgarten die erste Hälfte der Mühle und 1666 die zweite Hälfte. Damals ging der Weg zum Mühlberg direkt durch den heutigen Hof der der Weißen Mühle. Die Kartäuser bauten dann den Mitteltrakt und im Zuge der Säkularisation 1803 wechselte der Besitz der Mühle mehrmals. 1966 erwarb die Gemeinde Estenfeld das Areal und sanierte die Weiße Mühle. 1987 begann der Bau der angrenzenden Mehrzweckhalle.

Weiter ging es zum Sängerheim in der Lengfelderstraße. Die Sängervereinigung 1890 Estenfeld e.V. hat sich aus dem kirchlichen Gesangsverein „Liederkranz“ und dem Arbeitergesangsverein „Eintracht“ gegründet. Im Zuge der Gleichschaltung durch die Nationalsozialisten sollten beide Vereine zwangsvereinigt werden, ab 1935 gab es keine Aktivitäten mehr. Im Jahre 1949 wurde dann die Vereinigung zur heutigen Sängervereinigung 1890 Estenfeld e.V. als Männerchor vollzogen und das Sängerheim durch die Mitglieder gebaut. Seit 2013 gibt es auch einen gemischten Chor.

Das Ende der Wanderung durch die Geschichte von Estenfeld fand im historischen Hof der Kartause aus dem Jahre 1668 statt. Seit 1345 waren die Mönche der Kartause Engelgarten aus Würzburg durch Schenkung und Grunderwerb die Dorfherren von Estenfeld. Sie bauten im Jahr 1700 eine Klosterkirche, die im Zuge der Säkularisation 1810 abgerissen wurde.

Der gesellige Ausklang der Wanderung fand im Hof der Kartause bei Glühwein, Punsch, Pfeffernüssen, Rauhnachtlikör und Gulaschsuppe von den Maltesern statt.

Ausklang im Hof der Kartause Engelgarten

Ausklang im Hof der Kartause Engelgarten

Der vordere Teil der Kartause ist seit 2001 im Besitz der Gemeinde Estenfeld. Seit dem 1. Juli 2016 ist die Gemeinde Alleineigentümerin des 17.000 m² umfassenden historischen Areals. Mit dem Kauf der sog. hinteren Kartause wurde die Teilung durch die Säkularisation von 1803 rückgängig gemacht.

 

 

 

—Abschluss mit Gulaschsuppe vom Malteser Hilfsdienst Estenfeld, Glühwein und Punsch

—Abschluss mit Gulaschsuppe vom Malteser Hilfsdienst Estenfeld, Glühwein und Punsch

Mit der Laternenwanderung in der Rauhnacht möchte der Freundeskreis der Kartause Estenfeld e. V. für die Reaktivierung der Kartause als dörfliches Zentrum werben.

ESPINA naturtrüber Apfelsaft

Die ESPINA-Familie hat Zuwachs bekommen.

Der Freundeskreis der Kartause Estenfeld e.V. hat in diesem Jahr das erste Mal frischen Apfelsaft aus dem Klostergarten gepresst.

Die erste urkundliche Erwähnung von Estenfeld war Espina, Espinafeld und daraus wurde Espenfeld. In Erinnerung an unsere Geschichte und die alten Traditionen hat der Freundeskreis der Kartause Estenfeld e.V. eine Serie von Getränken hergestellt, die daran erinnern sollen wie es in Estenfeld einmal war.

Als erstes wurden das Bier der Mönche ein ESPINA helles Vollbier gebraut, welche an unserem Sommerabend jedes Jahr Anfang September ausgeschenkt wird. Danach wurde ESPINA Silvaner trocken hergestellt um an die vielen Weinberge zu erinnern, welche es noch im 20. Jahrhundert am Stangenberg und am Eichelein gegeben hat. Bei der Kultivierung durch die Mönche der Kartause waren die steilen Flächen besonders als Weinberge geeignet, außerdem wurde der Wein als liturgisches Getränk sehr geschätzt und so erstreckte sich das Anbaugebiet entlang der Kürnach mit einer Fläche von 11 Hektar. Den Weinbau musste man wegen der Reblaus aufgeben. Aus den steilen Flächen wurden dann die ortsprägenden Streuobstwiesen, davon wurde Apfelwein oder Most gekeltert. Aus dem Jahrhunderte alten Obstbaumgestand der Kartause haben wir in diesem Jahr einen Saft gepresst und ihn ESPINA naturtrüben Apfelsaft genannt.

 

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ESPINA naturtrüber Apfelsaft

Purer Saftgenuss aus leckeren Äpfeln vom Klostergarten, frisch gepresst, naturtrüb, 100% Fruchtgehalt, ohne Zucker und frei von Zusatzstoffen, kein Konzentrat, 10 Liter Bag in einer Box mit Zapfhahn, mindestens 1 Jahr haltbar kosten 16,50 €.

Als besondere Geschenkidee bieten wir Ihnen an:

ESPINA Silvaner trocken,  0,75 Literflasche zum Preis von 6,50 €

ESPINA Winteredition, 0,1 Liter Likör + 0,75 Liter Silvaner trocken in der Geschenkverpackung zum Preis von 10 €

Der Erlöse der ESPINA-Produkte kommt dem Erhalt der Kartause Engelgarten zu Gute.

Bestellungen nehmen wir gerne unter Tel.: 09305/9882261, Joachim.Iwanowitsch@t-online.de oder unter http://www.freundeskreis-kartause.de/kontakt.html entgegen.

 

 

 

 

Rauhnachtwanderung 2017

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Laternenwanderung in der Rauhnacht

Am Dienstag, den 05.01.2017 treffen wir uns um 17:00 Uhr am Gemeindeparkplatz in der Unteren Ritterstraße zu einer Laternenwanderung durch den Altort von Estenfeld mit dem „Prior“ der Kartause. Zwischendurch hören wir „Geschichtli“ und Geschichte aus Estenfeld während unseres etwa einstündigen Rundganges.

Die Laternenwanderung endet im Hof der Kartause bei Glühwein, Rauhnachtlikör, alkoholfreiem Punsch, Weihnachtsplätzchen und einer Suppe aus der Gulaschkanone von den

Maltesern aus Estenfeld. Aufgrund der sehr guten Resonanz findet um ca. 19 Uhr von der Kartause eine zweite Wanderung statt.

Herzliche Einladung ergeht an alle.

Bitte Laternen mitbringen, insbesondere die Kinder.

Freundeskreis der Kartause Estenfeld e.V. 18_dsc_9494

 

 

 

Kartause: Durchdachte Planung statt Aktionismus

Restaurationsexperte Dr. Michael Hauck gibt der Gemeinde wertvolle Ratschlägemichael-hauck

 

Dr. Michael Hauck kommt viel herum in der Welt. Seine jahrzehntelange Erfahrung bei der Restaurierung bedeutender Denkmäler macht ihn zu einem gefragten Mann. Umso größer war die Freude in Estenfeld, als der 56-Jährige sich bereit erklärte, seine Heimatgemeinde bei der bevorstehenden Sanierung des Wirtschaftshofs der Kartause zu unterstützen. In der Gemeinderatssitzung am 13. September erklärte Hauck, mit welcher Strategie die Estenfelder an die Mammutaufgabe herangehen sollten.

Seinen Vortrag begann Hauck mit einem Lob: Mit dem Kauf des Areals habe die Gemeinde eine kluge Entscheidung getroffen. Die Kartause habe schon im Mittelalter eine herausragende Rolle für Estenfeld gespielt – und daran habe sich bis heute nichts geändert. Ihre Neugestaltung und Umnutzung bezeichnete Hauck als eine „einmalige Chance für die Gemeinde“. Das Ensemble könne ein „echtes Juwel“ für Estenfeld und weit darüber hinaus werden – ein „planvolles und zielorientiertes Vorgehen“ vorausgesetzt. „Aktionismus hilft hier nicht weiter“, sagte Hauck. Damit war der frühere Dombaumeister von Passau und Köln schon beim entscheidenden Punkt angekommen: Die Gemeinde müsse ein „schlüssiges und möglichst nachhaltiges Konzept“ entwickeln, denn es gehe hier um den „großen Wurf“. Am sinnvollsten sei es, das Projekt vom Ende her zu denken. Wie soll das Gelände einmal aussehen? Was ist machbar und was wird wirklich benötigt? Hauck forderte, es brauche einen „intelligenten Ansatz, der die Geschichte der Kartause transportiert“.

Um eine vernünftige Grundlage zu haben, sollte die Gemeinde in einem ersten Schritt die vorhandene Bausubstanz aufnehmen und untersuchen lassen, riet Hauck. Am einfachsten gehe das mit Hilfe einer dreidimensionalen Laser-Vermessung. Um den Gemeinderäten und den zahlreichen Zuhörern zu demonstrieren, wie so etwas geht, zeigte Hauck einige Arbeitsproben, etwa von den Sofiensälen in Wien oder von der Terrakotta-Armee in Xi’an/China. Der Gemeinde liegt für eine solche 3D-Analyse bereits das Angebot einer Firma vor, die eine Summe im unteren fünfstelligen Euro-Bereich verlangt.

Das gesamte Kartausen-Ensemble ist denkmalgeschützt. Das bedeutet, sein baulicher Charakter muss als Ganzes erhalten bleiben. Daher sei es unbedingt notwendig, sich frühzeitig mit dem Landesamt für Denkmalpflege abzustimmen, betonte Hauck. Er empfahl der Gemeinde, einen Projektsteuerer zu beauftragen, der sämtliche Planungen fachkundig begleitet. Dies sollte ein „echter Profi“ sein – also jemand, der große Expertise im denkmalpflegerischen Bereich hat und gut vernetzt ist. So etwas Komplexes könne nicht die Gemeindeverwaltung übernehmen, machte Hauck deutlich.

Einen Gestaltungswettbewerb hält Hauck für sehr empfehlenswert. Auch könnten Architektur-Studenten, die „unvoreingenommen an die Sache herantreten“, einige interessante Ideen einbringen. Mindestens genauso wichtig sei es, die Bürger „von Anfang an mitzunehmen“. Sie müssten an der Diskussion beteiligt und regelmäßig über das Internet und durch Aushänge in Infokästen informiert werden. „Das Zauberwort lautet Kommunikation“, sagte Hauck. Eine wichtige Rolle komme hier auch dem Freundeskreis der Kartause zu.

Noch ist überhaupt nicht absehbar, wie viel die Gemeinde leisten muss, bevor mit den eigentlichen Sanierungs- und Umbauarbeiten begonnen werden kann. Ein Beispiel: Es gibt Überlegungen, den Fischweiher, der ungefähr bis in die 1960er Jahre existierte, wieder anzulegen. Dafür könnte die Erstellung eines Bodengutachtens nötig sein. Oder ein anderes denkbares Szenario: Eventuell befand sich auf dem Kartausen-Gelände einmal ein kleiner Friedhof. Wenn sich dies bewahrheiten sollte, müssten archäologische Grabungen stattfinden. Und es gibt noch einige weitere Unwägbarkeiten, die es schwer bis unmöglich machen, jetzt schon einen Kostenrahmen abzuschätzen.

Um den finanziellen Kraftakt, der das Vorprojekt gewiss sein wird, stemmen zu können, strebt die Gemeinde eine hohe Förderung an. Eine Bezuschussung von bis zu 80 Prozent ist möglich. Dafür ist jedoch „einiges Klinkenputzen nötig“, sagte Hauck etwas salopp. Das Entscheidende aber sei – und damit wiederholte Hauck seine Worte, die er eingangs gesagt hatte: Estenfeld müsse „mit einem konkreten Konzept kommen“.

4. Sommerabend 2016 – Estenfeld feiert den Kauf der Kartause

4. Sommerabend in der Kartause

Viele Gäste feierten den Kauf des hinteren Teils der Kartause und die Einweihung des Bauern- und Schulgartens.

 

Am ersten Samstag im September lädt der Freundeskreis der Kartause Estenfeld e.V. traditionell zum Sommerabend in die Kartause ein. Besonders erfreulich war in diesem Jahr, dass der Verein den Kauf des hinteren Teils der Kartause und die Fertigstellung des Bauern- und Schulgarten mit rund 1.000 Gästen feiern konnte. Im Ambiente des historischen Hofes servierten die Bauhofgriller aus Estenfeld, Jürgen  Fottner und Edmund Scheller, Grillspezialitäten aus ihrem Smoker „Der Gigant“.

Die Bauhofgriller Jürgen Fottner und Edmund Scheller und Simo Page verantwortlich für die gute Beleuchtung

Außerdem präsentierte das Team des Freundeskreises wieder ein selbst gebrautes ESPINA helles Vollbier. In der Weinlaube wurde von den Kehlbergwinzern Peter Vogel und Johannes Amend ESPINA Silvaner trocken und  ESPINA Royal Likör ausgeschenkt.

Die kleinen Gäste hatten ihren Spaß mit der Feuerwehrspitze oder auf den alten Traktoren.

Vielen Besucher konnten den Abend bei einer heiteren Stimmung, im herrlichen Ambiente, für den Erhalt der Kartause genießen.

 

Mit dem Sommerabend möchte der Freundeskreis für das Projekt „Die Kartause als Mittelpunkt für alle Estenfelder Bürgerinnen und Bürger“ werben.  Unter den Neumitgliedern wurde eine Flasche ESPINA Silvaner trocken verlost. Die vielen Besucher konnten den Abend bei einer heiteren Stimmung, im herrlichen Ambiente, für den Erhalt der Kartause genießen.

 

Sommerabend am 3. September 2016

sommerabend_2016

Die BauhofgrillerSommerabend mit den Bauhofgrillern

In diesem Jahr findet unser Sommerabend am 03. September 2016 um 18 Uhr mit den Bauhofgrillern  im Hof der Kartause Untere Ritterstr. 38/40 statt.Jürgen Fottner und Edmund Scheller verwöhnen die Gäste mit Pulled Pork und weiteren Spezialitäten aus dem Smoker

Der Gigant – Unterfrankens größter Barbeque Smoker – Marke Eigenbau“.

Internetseite Bauhofgriller: http://diebauhofgriller.de.tl/

Wir freuen uns auf Ihren Besuch. 

Ihre Vorstandschaft

Freundeskreis der Kartause Estenfeld e.V.

http://freundeskreis-kartause.de

Gemeinde wurde am 01.07.2016 Besitzer der hinteren Kartause, Inventar hat der Freundeskreis übernommen

Am 1. Juli 2016 wurde die Teilung der Kartause Estenfeld von 1803 wieder aufgehoben. Die Kartause Engelgarten war bis zur Säkularisation das Dorf- und Verwaltungszentrum.1803 zerstörte Bayerns Superminister Montgelas den klösterlich geprägten Alltag in unserm Dorf. Der Grundbesitz an Äckern, Wiesen und Weinbergen wurde mit dem Wirtschaftshof versteigert. Gerettet wurde der 1981 sanierte prächtige Torbogen. Die kleine Klosterkirche wurde leider 1810 abgerissen. Ihr Hochaltar steht in der Pfarrkirche von Vasbühl. Die Statue des Hl. Bruno, die einst dieses Kirche zierte, stand lange Zeit am See hinter dem Klosterhof und grüßt nun als stummer Zeuge klösterlicher Dorfgeschichte vom Turm der Alten Kirche am Schlossberg.

Den vorderen Teil hatte die Gemeinde schon im Jahr 2001 gekauft. Über den Kauf des hinteren Teils gab es jahrelange Verhandlungen, die nun ein glückliches Ende genommen haben. Mit der Schlüsselübergabe wurde mit der Gemeinde und der Familie Keller vereinbart, dass die Gebäude „besenrein“ übergeben werden.

Der Freundeskreis beschäftigt sich mit der Geschichte der Kartause und hat aus diesem Grunde die Gegenstände im Wohnhaus von Hermann Pfeuffer und  die alte Schnapsbrennerei gerettet. Aus dem Wohnhaus wurden Bilder, Möbel und Gebrauchsgegenstände in den Besitz des Freundeskreis übernommen um sie später für ein Heimatmuseum zu sichern.

Die Schnapsbrennerei in der Kartause

Die Schnapsbrennerei in der Kartause

Das Schlafzimmer in der Kartause

Das Schlafzimmer in der Kartause

Die gute Stube im Wohnhaus der Kartause

Die gute Stube im Wohnhaus der Kartause

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Estenfelder Weinwanderung zu den historischen Weinlagen

Gute Stimmung bei den Gästen der Weinwanderung

Gute Stimmung bei den Gästen der Weinwanderung

Käppele am Tabor, Wolfgang Kröner stellt seinen Wein vor.

Käppele am Tabor,  Winzer Wolfgang Kröner stellt seinen Wein vor.

Abschluss am Eicheleinkreuz. Die Vorstandschaft und die Kehlbergwinzer

Abschluss am Eicheleinkreuz. Die Vorstandschaft und die Kehlbergwinzer

Prior Schmal alias Benedikt Koch für die Weinwanderung an.

Prior Schmal alias Benedikt Koch für die Weinwanderung an.

Der Freundeskreis der Kartause Estenfeld e. V. und die Kehlbergwinzer  Peter Vogel, Wolfgang Körner sowie Johannes Amend aus Rottendorf luden am Samstag, den 04. Juni 2016 von 16 bis 20 Uhr erstmalig zu einer Weinwanderung rund um die ehemaligen historischen Weinlagen in Estenfeld ein. Die Wanderung begann am Jesuitensee (in der Nähe der Weißen  Mühle Estenfeld) und führt zum Käppele am Tabor und endet am  Eicheleinkreuz mit wunderschönem Blick auf Estenfeld. Benedikt Koch als Prior Schmal führte die Gäste vorbei an den alten Weinlagen und erläuterte die Bedeutung für Estenfeld zur Zeit der Kartause Engelgarten. Teilweise sind die Mauern noch heute zu erkennen. An den Straßennamen Am Wengert und Am Stangenberg ist die Geschichte von Estenfeld heute noch sichtbar.

Am Jesuitensee, am Käppele am Tabor und am Eichelein stellten die  Kehlbergwinzer bei einer Weinprobe ihren Wein und Winzersekt vor. Die  Gäste konnten insgesamt 17 verschiedene Rot- und Weißweine sowie Sekte verkosten. Als besondere Spezialität wurde vom Winzer Peter Vogel der ESPINA  Silvaner trocken angeboten. Ein Wein, der erst kürzlich für den  Freundeskreis der Kartause Estenfeld e. V. abgefüllt wurde. Der Erlös  aus dem Verkauf soll dem Erhalt der Kartause zu Gute kommen.

Die Freunde der Kartause freuen sich über die Zusammenarbeit mit den  Kehlbergwinzern (Hinweis auf  https://www.facebook.com/Kehlbergwinzer-Rottendorf-eV-451249348341308/  und http://wuerzburgwiki.de/wiki/Rottendorfer_Kehlberg).

Sie möchten damit an den Weinbau in Estenfeld erinnern, der zur Zeit der  Kartäusermönche 11 Hektar umfasste.

Jugendforum in der Kartause Estenfeld, Generationenspielplatz von 0 – 100 Jahre

Jugendforum 2016 1. Bürgermeisterin Rosalinde Schraud, 2. Bgm Joachim Sadler und 3. Bgm Gerhard Knorz diskutieren mit den Jugendlichen

Jugendforum 2016 1. Bürgermeisterin Rosalinde Schraud, 2. Bgm Joachim Sadler und 3. Bgm Gerhard Knorz diskutieren mit den Jugendlichen

Gruppenfoto an der Kürnach an der Wiese hinter der Kartause

Gruppenfoto an der Kürnach an der Wiese hinter der Kartause

Präsentation der Ergebnisse auf dem Tablet

Präsentation der Ergebnisse mit dem Vorstand der Freundeskreis, den Ministranten, 2. Bgm Joachim Sadler und Mitgliedern aus dem Gemeinderat

Präsentation Dorfgruppe

Präsentation auf dem Tablet

Die Ministranten beim Workshop

Die Ministranten beim Workshop

Einen Badesee mit Lagerfeuerstelle zum Grillen, eine Seilbahn und ein Handwerkermuseum zum Ausprobieren. Dies sind einige Ideen der rund 20 Jugendlichen, die sich am Samstag, den 28.05.2016 Gedanken über die zukünftige Nutzung des Areals der Kartause im Zentrum von Estenfeld gemacht haben.   Die Idee zur Beteiligung der Jugend in diesem Thema entstand im Frühjahr bei einem Gespräch zwischen den Ministranten und dem Freundeskreis der Kartause. Daraufhin wurde ein Konzept erarbeitet, das jugendgerecht ermöglicht, sich mit dem Thema der Umgestaltung zu befassen.   Um 14:30 begann die Veranstaltung mit einem Kennenlernspiel, wie in der Jugendarbeit üblich. Darauf folgte eine kurze Vorstellungsrunde und ein Kurzfilm, der das Gelände der Kartause mit einer Drohne gefilmt zeigt. So konnten die Jugendlichen einen ersten Eindruck über die gesamte Fläche gewinnen. Danach folgte ein theoretischen Input zum Leben der Kartäuser Mönche, die ab dem Mittelalter das Dorfleben maßgeblich prägten. Der Rundgang durch die dazugehörigen hinteren Feldern, den Engelgarten, einem Gewölbekeller und eine unter Denkmalschutz stehende Scheune rundete die Informationsphase ab.

 

Nach einer Kuchenpause ging es weiter mit zwei Workshop-Phasen, um die Ideen aufzuschreiben. Diese wurden dann grafisch auf kleinen Kärtchen umgesetzt und auf große Plakate in den Bauplan geklebt. Um konkretere Wünsche zu äußern wurden der Innenhof mit Gebäuden und die Grünflächen auf getrennten Plakaten bearbeitet. Eine dritte Gruppe erstellte zusätzlich während einem Spaziergang durch Estenfeld eine „Jugendzeitung“ auf einem Tablet. Hier fotografierten die Jugendlichen Orte, die sie toll finden wie z.B. das Volleyball und Strandfußballfeld, aber auch Dinge, die sie nicht so schön finden. Darunter die rosafarbene Grundschule und ein Bolzplatz, der unter einer Kindertagesstätte verschwunden ist.

 

Das Jugendforum fand großen Anklang sowohl bei den Jugendlichen, als auch beim Gemeinderat, was die große Vertretung zeigt. Über den Tag verteilt wurde die Veranstaltung besucht von Rosalinde Schraud, 1. Bürgermeisterin (CSU) und Gerhard Knorz, 3. Bürgermeister, sowie den Gemeinderäten Johannes Streit (CSU) und  Britta Schneider (SPD). Sehr interessiert an den Ideen der Jugendlichen zeigte auch Pfarrvikar Matthias Karwath.

 

Der 2. Bürgermeister Joachim Sadler (SPD) bedankte sich an der Abschlusspräsentation herzlich bei den Jugendlichen und betonte, wie wichtig es sei, dass die Jugend sich einbringt, denn sie würden das Großprojekt Kartause in Zukunft tragen. Laut einer ersten Einschätzungen von den Gemeinderäten Füller Verena (UWG) und Pietschmann Johannes (SPD) wird es aus rechtlicher Perspektive einfacher sein, mit der Umgestaltung des Außenbereichs zu beginnen.

 

Bewundernd wurde auch erwähnt, dass für alle Generationen mitgedacht wurde. So ist der Spielplatz explizit für 0-100 Jahre beschildert. Dazu gibt es eine direkte Verbindung zum Seniorenbetreuungszentrum durch einen erweiterten Radweg, wenn es nach den Jugendlichen geht. Auch historische Elemente wurden sehr stark mit einbezogen. So sollen im Park wieder Espenbäume angepflanzt werden, denen Estenfeld seinen Namen zu verdanken hat. „Kochen wie Oma“ war eine gewünschte Veranstaltung, bei der man wieder lernen kann, wie früher im Dorf Brot gebacken wurde, oder wie der Apfel in die Flasche kommt.

 

„Insgesamt war es eine rundum gelungene Veranstaltung, die das Bewusstsein für Kultur und eine gemeinsam gestaltete Dorfmitte gefördert hat“, so der 1. Vorsitzende des Freundeskreises Joachim Iwanowitsch. „Die Teilnehmer waren auch richtig beeindruckt und begeistert“, so Theresa Störlein, Mitorganisatorin der Veranstaltung. Die Kartause soll in Zukunft als Ortszentrum für die Gemeinde genutzt werden.  Es soll Platz geben für Vereine und private Feste sowie für Sport, Gastronomie und Erholung. Da waren sich alle Jugendlichen einig.

Estenfelder Weinwanderung am 04.06.2016

Weinwanderung 2016

Weinwanderung 2016

Der Freundeskreis führt die erste Estenfelder Weinwanderung mit dem Rottendorfer Kehrbergwinzer Verein durch. Beginn ist am Samstag, den 04.06.2016 um 16 Uhr am Jesuitensee und geht über das Käppele am Tabor zum Kreuz am Eichelein. Dabei werden die Weine der Kehrbergwinzer und der ESPINA Silvaner trocken an den drei Stationen ausgeschenkt. Die Gäste wandern durch die Estenfelder Flur vorbei an den ehemaligen historischen Weinlagen. Die Wanderung umfasst eine Länge von ca. 5 km und Ende am Kreuz am Eichelein.

Historische Karte des Weinbergs am Jesuitensee gegenüber dem Schützenhaus.

Historische Karte des Weinbergs am Jesuitensee gegenüber dem Schützenhaus.